Das Zera-Institut. Nutznießer der Berliner Fordermittelaffäre
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Das Zera-Institut hatte von der Kuktursenatorin 390.000 Euro erhalten. Inzwischen löschte es seine CDU - lastige Mitarbeiterliste von seiner Website, um die Mitarbeiter zu "schützen".
Dazu die taz am 12.2.26:
Maral Salmassi ist wohl die schillerndste Figur in der Fördermittelaffäre um die Berliner CDU, mit der sich derzeit ein Untersuchungsausschuss beschäftigt. In den sozialen Medien teilt sie heftig gegen „woke“ Linke und Muslime aus. Sie verachtet den Islam, den sie mit dem Nationalsozialismus vergleicht. Menschen, die sich mit Palästinenser:innen solidarisieren, entmenschlicht sie zu „Pali-Orks“ – einem bösartigen Volk aus Fantasyromanen.
Aber auch linke und liberale Jüdinnen und Juden sind ihr schon länger ein Dorn im Auge. Den Philosophen Omri Boehm, den Journalisten Peter Beinart, die Gendertheoretikerin Judith Butler sowie die Genozidforscher Amos Goldberg und Raz Segal hat sie allesamt als „Token“ bezeichnet – also reine Alibijuden – und ihnen indirekt ihr Jüdischsein abgesprochen. Der mutmaßliche Grund: deren israelkritische Haltung.
Nun ist ein Tweet aus dem Februar 2025 von Salmassi aufgetaucht, in dem sie über den jüdischen Milliardär George Soros schreibt: „Soros ist und war immer ein Parasit.“ Dies sei eine „eindeutig antisemitische Aussage“, sagte der Grünen-Lokalpolitiker Daniel Eliasson der taz, der bei der kommenden Abgeordnetenhauswahl in Steglitz kandidiert. „Als Jude empfinde ich es als blanken Hohn, dass die Berliner CDU dieser Person 390.000 Euro für den Kampf gegen Antisemitismus zur Verfügung stellt.“
Der rbb berichtete schon am 11.11.25:
Es geht um die Zusammensetzung einer Fachjury, die über die Verteilung von Geld aus einem anderen Fördertopf ("Aktionsfonds Antisemitismus") entschied. Die Grünen sehen nach Akteneinsicht Hinweise darauf, dass diese Jury 2025 auf politischen Wunsch neu zusammengestellt worden sei. Daran kommt Kritik vom Schauspieler und Aktivisten Shai Hoffmann, der 2024 in die Fachjury berufen wurde, 2025 aber nicht mehr. "Daraus schließe ich, dass gewisse Juden und Jüdinnen in der Jury 2024 wohl nicht liebsam genug waren und nicht dem Bild eines Juden eines CDU-Politikers entsprachen", kritisierte Hoffmann gegenüber dem rbb.
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